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Wegweiser: Entwicklungssoziologie / Studium und Lehre / Archiv vergangener Semester / Wintersemester 2016/17 / "Queer entwickeln? Feministisch entwickeln? Gar nicht entwickeln?"

"Queer entwickeln? Feministisch entwickeln? Gar nicht entwickeln?"

Seminar, SWS: 2, VL-Nummer: 56206

Veranstaltungsbeginn

24. Oktober 2016

Die Veranstaltung findet jeweils am Montag 2-wöchig von 16 - 20 Uhr statt. Raum: Voraussichtlich S 43 im Gebäude RW

Dozenten

Christine Klapeer



Inhalt der Lehrveranstaltung

An den Strukturen, Arbeitsweisen und (Neben-)Effekten von Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit wird spätestens seit den 1970er Jahren vehement Kritik geäußert: Kritisiert wird z.B. die Fortschreibung kolonialer und modernisierungstheoretischer Denksysteme in Hinblick dessen, was jeweils als „entwickelt“, „modern“, „fortschrittlich“, aber auch „demokratisch“ oder „liberal“ gilt. 

In dem Seminar widmen wir uns vor allem jenen (entwicklungs-)kritischen Interventionen und Stimmen, die von Seiten feministischer und queerer Aktivist*innen, Denker*innen und Bewegungen im Globalen Süden wie Norden artikuliert und gesetzt wurden. Wir werden uns unter anderem mit der Frage beschäftigen, inwieweit viele Entwicklungskonzepte auf heteronormativen Geschlechter- und Familienvorstellungen basieren bzw. diese auch immer wieder neu einsetzen. Darüber hinaus werden wir in dem Seminar auch Repräsentation von und Vorannahmen über sogenannte „Dritte-Welt-Frauen“ in den Blick nehmen und jene postkolonialen oder rassismuskritischen Forschungsarbeiten kennen lernen, die hier z.B. von der Problematik einer „Viktimisierung“ (zum Opfer machen) oder einer „Ent-Politisierung“ globaler Zusammenhänge sprechen. Was bedeutet es, wenn beispielsweise Frauenrechte oder die Rechte von LGBTIQs als Indikatoren von „Entwicklung“ oder „Modernität“ gelten?

In dem Seminar werden wir daher auch der Frage nachgehen, ob und wie es bisher gelang, Entwicklung zu „gendern“/zu „queeren“, ob es überhaupt wünschens- und erstrebenswert ist feministische (Gender-)Themen ebenso wie queere Ansätze in das Feld Entwicklung zu bringen, oder inwieweit dadurch neue Asymmetrien hergestellt und legitimiert werden können.

 

Ziel:

Grundlegende Kenntnisse über feministische, postkoloniale, rassismuskritische und queere Auseinandersetzungen mit und Kritiken von Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Lehr- und Lernmethode: 

Vorbereitende Textlektüre, gemeinsame Gruppendiskussionen, Bearbeitung von (Kurz-)Filmen, Inputs der Dozentin

Beurteilungsschema

Vorbereitende Textlektüre, eigenständige Reflexion in einer Präsentation, Hausarbeit

 

Zielgruppe: BA KuGeA B3-2, B4, BA KuG, Soziologie C5, IWE SERG;

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Literaturhinweise

 Pflichtlektüre wird auf der Moodle Plattform zur Verfügung gestellt


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