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Wegweiser: Entwicklungssoziologie / Forschung / Laufende Promotionsprojekte / Dynamiken der Friedenskonsolidierung
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Dynamiken der Friedenskonsolidierung. Lokale Wahrnehmungen von Gewalt und Frieden im Mosambik nach dem Krieg

Projektbeginn: 2003

Doktorand: Obede Suarte Baloi


Kontaktdaten

E-Mail: o_s_b_2003@yahoo.co.uk
Telefon: 0921-55-4116
Fax: 0921-55-4118

Projektbeschreibung

Die Arbeit ist ein Versuch, ein agency-basiertes soziologisches Werkzeug zur Analyse von Friedenskonsolidierung zu erstellen. Letztere wird hierbei als die Stabilisierung negativen Friedens verstanden. Das Hauptargument ist, dass die Art und Weise des Verständnisses der Herausforderungen in auf Konflikte folgenden Ordnungen in „war frame“ und „peace frame“ unterschieden werden kann. Diese Konzepte, welche von Goffmans Soziologie inspiriert sind, werden angewandt um eine behördliche Perspektive zu erhalten, indem eine eventuelle Ausweitung des Gewaltmonopols zu erforschen, welches eine Schlüsselrolle in der (Wieder-)Herstellung von „Gebieten kontrollierter Gewalt“ spielt. Anders gesagt, die erfolgreiche Etablierung negativen Friedens stützt sich auf die Ausweitung des Gewaltmonopols, welches wiederum einen Ablauf der Beziehung zwischen dem Staat und der Gesellschaft darstellt.

Methodologisch deutet die Arbeit an, dass gewaltsame Ereignisse, gesehen als eine extreme Form des sozialen Verhaltens, einen wichtigen heuristischen Punkt darstellen, um einige der Herausforderungen, welche im Zuge der Errichtung einer friedlichen Gesellschaftsordnung, vor allem in Nachkriegskontexten, aufzudecken und zu verstehen. Diesbezüglich wird empirisches Material aus Interviews mit gewöhnlichen Leuten und auch einigen Akteuren lokaler Gewalt, sowie Videos verwendet um den Nachkriegskontext in Mosambik zu analysieren.


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