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Wegweiser: Entwicklungssoziologie / Forschung / Abgeschlossene Projekte / Konfliktregulierung und Postkonfliktprozesse in Ghana und Uganda
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Konfliktregulierung und Postkonfliktprozesse in Ghana und Uganda

Laufzeit: 01.02.2009 - 01.01.2012

Projektleiter: Dieter Neubert

Projektmitarbeiter: Artur Bogner

Finanzierung: Förderung durch die DFG: 1.2.2009 – 1.1.2012


Projektbeschreibung

Aufgabe des Projekts ist die empirische Erforschung der Verläufe und sozio-politischen Folgen von lokalen Prozessen der Konfliktregulierung (insbesondere der Schlichtung von Konflikten) und Friedenskonsolidierung im Kontext „dezentraler“ bewaffneter Gruppenkonflikte im subsaharischen Afrika. Dies soll auf dem Weg der historischen Rekonstruktion und des Vergleichs von lokalen Deeskalations- und Postkonfliktprozessen in Uganda und Ghana erfolgen. Damit soll das Projekt zugleich einen empirischen Beitrag zur Analyse der Entstehung von neuartigen Formen der Konfliktregulierung und Gewaltkontrolle (die vermutlich nicht dem Modell des ‚weberianischen’ Staates entsprechen) sowie des damit verbundenen Wandels in den Formen der Regulierung sozialen Handelns, des Regierens, der Kooperation und der politischen Legitimität leisten. Im Zentrum unseres Interesses steht hierbei die Entstehung neuartiger sozio-politischer Arrangements, die durch die Untersuchung v. a. der alltäglichen, „lokalen“ Praktiken der Konfliktbearbeitung erschlossen werden sollen. Wichtige Akteure in diesen Feldern sind staatliche Instanzen, traditional legitimierte Autoritäten, zivilgesellschaftliche Akteure wie NGOs sowie international tätige Organisationen, deren komplexes Zusammenspiel die neuartigen sozio-politischen Arrangements auf lokaler Ebene konstituiert. Mit dieser Ausrichtung betrachtet das Projekt die gesellschaftlichen Prozesse auf der sozialen Mikro- und Mesoebene im Zusammenhang mit der Genese von Formen einer „cosmopolitan governance“ bzw. einer im Frühstadium befindlichen „Weltinnenpolitik“.


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