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Wegweiser: Entwicklungssoziologie / Forschung / Abgeschlossene Promotionsprojekte / MENDES: Die Manjaco in der Unsicherheit

MENDES: Die Manjaco in der Unsicherheit

Projektbeginn: 2008

Projektleiter:


Projektbeschreibung

In meinem Promotionsprojekt analysiere ich die Verknüfungen von lokalem und universellem Wissen, wie sie im Denken und Verhalten der Manjaco reflektiert werden, hauptsächlich mit dem Blick auf das Problem der Konfliktlösung. Ich betrachte insbesondere die Praktiken des Mandji, die nicht nur Manjaco sondern auch Mitglieder anderer ethnischer Gruppen Guinea-Bissaus (wenn auch in anderer Form) ausüben. Es wird außerdem analysiert, wie diese Praktik ihren Weg in den Staatsapparat findet und wie ihre Ausübung dort Einfluss nimmt. Ich beziehe mich hier auf das Phänomen der "Mandjisierung". Es muss hervorgehoben werden, dass, während lokales Wissen eine wichtige Rolle in den sozio-kulturellen Interaktionen der Mitglieder der ethnischen Gruppe der Manjaco spielt, das universelle Wissen nicht abwesend ist - eine Situation, die die Verknüpfung der beiden Wissensformen ermöglicht, was manchmal Situationen der Unsicherheit hervorruft.

Zur Realisierung dieser Forschung habe ich zwei Dörfer ausgewählt: Bachil im Bezirk Cacheu und Utia Côr im Bezirk Canchungo. Die beachtliche Unähnlichkeit dieser Dörfer hilft die Ziele meiner Forschung besser zu erklären; Bachil ist charakterisiert durch eine multiethnische Sozialstruktur ohne die politische Institution des Chiefs (port.: régulo), während Utia Côr mono-ethnisch ist und die politische Institution des régulo besitzt.


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