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Wegweiser: Entwicklungssoziologie / Forschung / Laufende Projekte / Globale Gesundheitstechnologien

Globale Gesundheitstechnologien und ihre Übersetzungen. Standardisierung und Organisationslernen in der Gesundheitsversorgung in Uganda and Ruanda

Projektbeginn: 1. März 2013

Projektleiter: Dieter Neubert

Projektmitarbeiter: René Umlauf

Finanzierung:  


Projektbeschreibung

Das Projekt bewilligt im Rahmen des DFG Schwerpunktprogramms Afrika "Adaption und Kreativität in Afrika - Technologien und Bedeutungen in der Produktion von Ordnung und Unordnung" (SPP 1448) wird in Kooperation mit der Universität Halle durchgeführt. Es analysiert Adaption, Kreativität und Organisationslernen im Rahmen von wandernden Technologien. Während der ersten Projektphase lag der Forschungsfokus auf der Einführung neuer Gesundheitstechnologien in ausgewählten Distrikten in Uganda und Ruanda. Am Beispiel von Restrukturierungsprozessen des Zugangs zu essentiellen Medikamenten wurde aufgezeigt wie Technologien  zur Koproduktion von wissenschaftlicher und sozialer Ordnung in nicht-westlichen Kontexten beitragen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse schlagen wir nun vor, die Forschungsperspektive auf die Implikationen und Effekte wandernder Technologien für die gesamte  Organisation  nationaler  Gesundheitsdienstleistungen  zu  verschieben.  Um  den analytischen und empirischen Komplexitäten von sich wandelnden Krankheitsvorstellungen und Behandlungsmustern  zwischen  verschiedenen  Akteuren  und  Organisationsebenen  gerecht  zu werden, konzeptualisieren wir Translation als zwei-Wege Prozess: Dies erlaubt uns einerseits zu zeigen wie Praktiken kreativer Adaption Technologien an spezifische Kontexte an- und einpassen. Gleichzeitig  ermöglicht  uns diese Perspektive  zu untersuchen,  wie durch verschiedene  Formen von  Organisationslernen  dieselben  Kontexte  an  die  Technologien  angepasst  werden.  In  der zweiten Projektphase richtet sich unsere zentrale Fragestellung darauf, wie sich therapeutische Gefüge (agencements) verändern, wenn wandernde   Technologien  in spezifische  Kontexte übersetzt  werden. Die  Beschreibung  kreativer Praktiken der Adaption und des Organisationslernens in Bezug auf Diagnose-, Behandlungs- und Informationstechnologien verspricht durch die Analyse komplexer Übersetzungsprozesse sowie dem heterogenen Zusammenspiel zwischen   Standardisierungsbemühungen undder Produktion sozialer (Un-)Ordnung einen wichtigen Beitrag zum übergeordneten Forschungsprogramm zu leisten.

 

Prof. Richard Rottenburg, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Prof. Dieter Neubert, Universität Bayreuth, Deutschland

Dr. Ulrike Beisel, Lancaster University, United Kingdom

Dr. Herbert Muyinda, Makerere University, Uganda

Norman Schräpel, M.A. Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

René Umlauf, M.A.Universität Bayreuth, Deutschland

 


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